Medizinisch-pflegerische Leistungen

Manche im Entzug auftretenden Beschwerden (wie z.B. starke Unruhe) können gut mit Akupressur gelindert werden. Vorteil: Einige Punkte sind den Patienten auch zum Selbstmanagement dienlich.

Vorrangig wird Akupunktur zur Unterstützung der Entzugsbeschwerden und zur Senkung des "Drogenhungers" eingesetzt. Frequenz: täglich 1x jeweils 45 Min. Genadelt werden u.a. die 5 Ohrpunkte nach dem "NADA-Protokoll.

Zum täglichen morgendlichen Angebot gehört Qigong. Es werden die sogenannten 8 Brokate in einer sehr einfachen und leicht erlernbaren Form und Abfolge geübt. Qigong eignet sich zum Selbstmanagement, zur Entspannung und als gutes Ritual zum Abstinenzerhalt.

Ergotherapeutische/ Kunsttherapeutische Angebote können nachhaltige Effekte erzielen, Patient_innen sind zum Teil besser erreichbar und können sich ausdrucksfähiger mitteilen. Als zusätzliches Entspannungsangebot ,zur Linderung der Entzugssymptomatiken bieten wir osteopathische Behandlungen an.

Die Klinik arbeitet traditionsgemäß mit Verfahrungen der Naturheilkunde. Dazu gehören Akupunktur, Akupressur, Kräuterteezubereitungungen (eigene oder übernommene Rezepturen) und Bäder mit beruhigenden und entspannenden Zusätzen.

Neben der psychosozialen Betreuung, die einen besonders wichtigen Aspekt einer qualifizierten Entzugsbehandlung darstellt, liegt ein Schwerpunkt auf der pflegerischen Begleitung während des körperlichen Entzugsgeschehens.

Eines der wesentlichen Merkmale der Klinik, speziell der Entzugsbehandlung, ist die Integration der der Traditionellen Chinesischen Medizin zur nachhaltigen Stabilisierung. Chinesische Diagnostik findet nicht statt.

Für sog. im Entzug auftretende Kältesyndrome (innere Leere, Frieren/Frösteln) werden neben warmen Bädern auch Rotlicht auch Saunaanwendungen angeboten, letztere als intensive und nachhaltige, tiefenwirksame Wärmebehandlung.

Vor allem im Adoleszenten-Entzug, ist die Einbeziehung von Angehörigen sinnvoll und wichtig. Angehörige haben die Möglichkeit, sich eingehend zu allen Fragen von Drogenabhängigkeit und Möglichkeiten des Umgangs mit ihren betroffenen Angehörigen zu beraten zu lassen.

Entscheidet sich ein/e Patient_in im Laufe der Entzugsbehandlung für eine Anschlußmaßnahme, werden entsprechende geeignete Einrichtungen vorgeschlagen und die Kosten hierfür beantragt für das Nahtlosverfahren.

Ein besonderes Augenmerk wird auf die Zeit nach dem Entzug gerichtet. Wichtig ist, mit der/dem Patient_in gemeinsam persönliche, soziale und berufliche Kompetenzen sowie hilfreiche soziale Netze zu identifizieren, die der Ausstiegsmotivation förderlich sind.

Psychiatrische Bezugspflege, in modifizierter Form und den Gegebenheiten des in Schichten umgesetzten Pflegeangebotes angepasst, gehören zum Standard des qualifizierten Entzuges. Die Angliederung an das Suchthilfesystem soll dem/ der Patient_in nach der Entgiftung Hilfestellung und Halt geben.

Einmal monatlich bieten die Narcotics Anonymous (NA) eine offene Infogruppe an. Die Teilnahme an solchen Gruppen wird den Patien_innen grundsätzlich empfohlen.

Die Konzepte beider Entzugsabteilungen sehen während der Behandlungszeit mehrere Gruppensitzungen und Einzelgespräche vor. Sie werden durchgeführt von therapeutisch geschulten Mitarbeitenden welche zum Teil Suchttherapeutische Sonderausbildungen haben.

Die speziell pädagogisch ausgerichteten Behandlungsangebote betreffen vorrangig den Adoleszenten-Entzug Wichtig sind hier gezielte Gruppenangebote zur aktiven Freizeitgestaltung und zur Erprobung eigener Ressourcen und Kompetenzen.